Helden sind wir bestimmt nicht, aber infiziert sind wir auf jeden Fall…

 

“Nicht mit Corona – nein zum Glück niemand von unserem Team in Amras – aber infiziert mit Leidenschaft und dem Gefühl der Verantwortung für jedes einzelne Kind, das uns anvertraut wird.”

Monika Strobl, Direktorin VS Amras:

“Natürlich ist die Zeit herausfordernd! Natürlich sind wir gezwungen, flexibel zu handeln! Aber ehrlich: wer sollte das sonst schaffen, wenn nicht wir Lehrer_innen, die wir uns täglich neuen Herausforderungen zu stellen haben. Ob das der unvermittelte Tod eines Meerschweinchens oder der ungeliebte Streit mit dem besten Freund am Schulweg war –  immer wieder heißt es, jegliche Planung über Bord zu werfen und situationsangepasst (was für ein schönes Wort) zu handeln; flexibel wird der Morgenkreis zum Erzählkreis über die schönsten Erlebnisse mit Haustieren und der Aufklärung über die Unterscheidung zwischen Meerschweinchen und Hamster, während man im Kopf bereits ein Rollenspiel über Streiten und Frieden-Schließen am Schulweg ausarbeitet. Dabei hätte man das Abfragen der Malreihen so schön vorbereitet – mit einem tollen Spiel und einer Belohnung für den Sieger. Gut, dann eben ein anderes Mal. Man bleibt eben angepasst flexibel.

 

Nichts Anderes machen wir jetzt auch – wir handeln situationsangepasst und stellen uns so flexibel wie möglich auf eine neue Situation ein. Das heißt nicht, dass damit immer auf Anhieb das ultimativ Beste für das home-schoolende Kind, die home-workenden Eltern und die gleichzeitig betreuend und home-teachende Lehrperson getroffen wurde, aber, dass bestimmt das Beste zu treffen versucht wurde. Wenn man so manchen Berichten Glauben schenken darf, gibt es auch einzelne Wilhelm Tells unserer Zunft, die offenbar über das Ziel hinausschießen. Wie dankbar darf ich doch sein, dass die Lehrer_innen bei uns ihre Pfeile zusammenraffen und versuchen den Apfel punktgenau zu treffen.

Hand auf’s Herz, um mit Ihren Worten zu sprechen, das Gewusel im Haus, die Umarmungen einzelner Kinder und das Getrampel der vielen Kinderfüßchen fehlen so sehr, dass es fast schmerzt. Fast ist man dankbar, dass sich zumindest ein paar vereinzelte Kinder bei uns zur Betreuung einfinden. Wenigstens für unsere Kleinen dürfen wir so noch ab und zu Helden spielen.”

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